Heilsteine Hildegard von Bingen

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 Hildegard von Bingen: Heilsteine

 

Edelsteine haben eine besondere (Heil-)Wirkung. Das wusste bereits Hildegard von Bingen zu ihrer Zeit (1098-1179). Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Heilwirkung von Edelsteinen flossen auch in eines ihrer Bücher mit ein und sind in "De Lapidibus" - von den Steinen, zu finden.

 

 

24 Steine beschrieb Hildegard von Bingen in ihrer Heilwirkung, mit ihren Kräften, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Edelsteine sowohl eine heilende, als auch eine stärkende Wirkung haben.

 

Sie war besonders vom "Steinwasser" angetan. Dieses Wasser kann man nicht nur als Wasser zum Trinken nehmen (also für eine innere Wirkung), sondern damit auch Speisen zubereiten. So findet sich dieses Steinwasser zum Beispiel auch in ihren Brotrezepten wieder oder zur Zubereitung der Dinkelkörner.

 

 "... Und so trinke er oft jenes Wasser, und es wird ihm besser gehen im Herz oder im Magen oder im Bauch."

 

 

Zu den 24 von ihr beschrieben Edelsteinen zählen zum Beispiel der Bergkristall, der Jaspis (Achat), der Diamant, der Smaragd oder auch der Rubin.

 

4 Steine wollen wir als Beispiel vorstellen und stellvertretend etwas näher betrachten.

 

Bergkristall
Der Bergkristall wurde von Hildegard von Bingen als "Drüsenstein". Wer Probleme mit der Schilddrüse hat, kann als ergänzende Heilwirkung eine Bergkristallkette tragen. Auch bieten sich Wickel an. Dazu wird aus den Bergkristallen ein Steinwasser erstellt. Hierin wird ein Leintuch getaucht und als Wickel verwendet (mit einem Schal oder Handtuch zusätzlich warm halten). Eine andere ist Möglichkeit ist die direkte Wirkung des Bergkristalls. Dieser wird zunächst in die Sonne und anschließend auf die entsprechende Körperstelle gelegt. Auch in vielen anderen Kulturen ist der Bergkristall und seine Heilwirkung zu finden. Auch ranken sich viele Sagen und Legenden um ihn. Ein Beispiel sind die alten Römer. Ihrer Meinung nach befindet sich im Bergkristall der Sitz der Götter.

 

Jaspis (Achat)

Der Jaspis ist vielseitig einsetzbar. Er lässt sich wunderbar als Stein einsetzen, um zur Ruhe zu kommen. Hierfür kann man ihn zum Beispiel nachts unter das Kopfkissen legen oder man erstellt ein Steinwasser man ihn. Das getrunkene Wasser beruhigt. Auch bei akuten Schmerzen zeigt er seine Heilwirkung indem man ihn genau auf die schmerzende Stelle legt. Hilfreich ist er auch bei Insektenstichen.

 

Rubin

Der Rubin gilt als Fieberstein. Hierzu wird er für einige Minuten auf den Bauchnabel gelegt. Dies sollte alle 2 Stunden wiederholt werden. Aus Rubinen erstelltes Steinwasser unterstützt den Heilungsprozess von innen. Auch lindert er Kopfschmerzen. Zur Zeit Hildegard von Bingen wurde der Rubin auch noch als Karfunkel bezeichnet, zusammen mit Granat und Spinell. Auch in vielen anderen Kulturen hat der Rubin eine jahrhundertealte Tradition als Heilstein.

Seine beste Wirkung entfacht der Rubin bei direktem Hautkontakt.

 

Diamant

Diamanten sind beliebte Schmucksteine. Sie sehen nicht nur herrlich aus, sondern stärken auch den Willen des Trägers. Sie haben eine klärende Kraft. Zudem helfen Diamanten bei Unmut und Zorn. Nicht umsonst bedeutet Diamant "der Unbezwingbare". Dies bezieht sich vor allem auf seine Härte, aber auch auf seine Kraft. Diamanten sollten an Lederbändern getragen werden. Eine weitere Wirkung von Diamanten als Steinwasser ist, dass sie die Nieren unterstützen und Gifte ausleiten. Der Reinigungsprozess im Körper wird angeregt.

 

 

Wie anfangs schon erwähnt, beschrieb Hildegard von Bingen gesamt 24 Edelsteine. Diese unterteilte sie nochmals in 12 Grundsteine.

Diese sind: Heliotrop, Saphir, Chalcedon, Smaragd, Sardonyx, Sarder, Peridot, Beryll, Topas, Chrysopras, Hyazinth und Amethyst.

 

Die weiteren 12 Heilsteine von Hildegard von Bingen sind:

Onyx, Prasem, Rubin, Achat (Jaspis), Diamant, Magnetit, Bernstein, Perlen, Karneol, Bergkristall, Magienglas und Kalkoolith (Kalk).

 

 

Über Jahrhunderte hinweg galten ihre Aufzeichnungen als Nachschlagewerk für die Edelsteinheilkunde. Und auch heute fließen ihre Erfahrungen und Informationen in die Moderne Steinheilkunde ein.

 

 

Was sollte man beachten:

Wichtig ist bei der Verwendung von Edelsteinen, diese nach Gebrauch wieder zu reinigen. Dazu hält man sie einige Minuten unter fließendes Wasser und legt sie dann in die Sonne oder in den Vollmond. Edelsteine, die irgendwann stumpf erscheinen - also ihre Kraft abgegeben haben, kann man auch eine Weile in der Erde vergraben und anschließen, wie oben beschrieben reinigen und neu aufladen.

 

 

 "Gott (...) ließ weder das Strahlen noch die Kräfte der Edelsteine vergehen, denn er wollte, dass sie auf Erden geschätzt und gepriesen werden und als Heilmittel dienen."

 

 

Habt auch ihr gute Erfahrungen mit Heilsteinen gemacht?
Dann schreibt uns!

 

Ein Tipp zum Abschluss: Kennt ihr das Hildegard Forum in Bingen?

 

 

Und noch zum Abschluss: Die Anwendung von Edelsteinen ersetzt keinen Arzt oder Apotheker.

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