Ein Buddha für jeden Wochentag

Blog Buddha für jeden Wochentag

 

Einen Buddha für jeden Wochentag der Geburt

 

Im überlieferten Glauben der Thais im Buddhismus gibt es für jeden Wochentag der Geburt einen eigenen Buddha und am Mittwoch gibt es sogar zwei - einen für tagsüber und einen für abends.

 

Fasziniert stellte ich damals fest, dass mein Lieblingsbuddha bei mir zu Hause diesem entspricht. Wunderbar!

 

Die Ursprünge dieser Tradition gehen auf das Dharma-Rad zurück - das „Rad der Lehre“ (oder Rad des Gesetzes) - das für die verschiedenen Ereignisse im Leben Buddhas auf dem Weg zur Erleuchtung symbolisiert. Dieses ist das bekannteste Symbol im Buddhismus. Dieses Rad hat 8 Speichen, die für Buddhas Weg zur Erkenntnis stehen. Wer nach Thailand kommt, sollte einmal in den Tempel danach Ausschau halten - dieses ist überall zu finden.

 

Der Überlieferung nach soll Buddha dieses vor über 2500 Jahren entwickelt haben.

 

In den verschiedenen Buddha Darstellungen werden diese Wege durch die verschiedenen Mudras, den Handhaltungen symbolisiert. Aber hierzu später noch mehr.

 

Auch gibt es festgelegte Haltungen, die Buddha in seinem Leben annahm, darstellen. Jeder dieser Haltungen liegt eine Legende auf seinem Lebensweg zugrunde. Schon alleine diese Legenden zu lesen macht Spaß und gibt viele Einblicke in den Buddhismus.

 

Die 8 verschiedenen Grundhaltungen der Buddha-Abbildungen und die dazugehörigen Wochentage der Geburt:

Montag: Paang Ham Yat

Montag: Paang Ham Yat

Buddha wendet Übel und Krankheit ab

Buddha steht, eine Hand befindet sich in Brusthöhe und die Handfläche zeigt nach außen.

 

Legende:

Die Stadt Vesali wurde nach einer Dürre von Hungersnot, Krankheiten und bösen Geister heimgesucht. Als man Buddha zu Hilfe rief, reinigte er all dies durch einen starken Regen. Danach füllt Buddha und sein Jünger Almosenschalen mit geweihtem Wasser und wanderten betend durch die Stadt. Durch dieses Weihwasser wurden Kranke geheilt und böse Geister vertrieben.

Dienstag: Paang Sai-Yat

Dienstag: Paang Sai-Yat

Buddha liegt ruhendend, sein linker Arm liegt den Körper entlang, mit dem rechten Arm stützt er seinen Kopf.

 

Legende:

Asurindarahu war der größte aller Riesen im gesamten Königreich und er war stolz und überheblich. Er bat um Audienz bei Buddha. Allerdings war er zu stolz sich vor Buddha zu verbeugen. Buddha empfing ihn auf daraufhin seiner Liegstatt und zeigt ihm das Reich der Engel, die alles wesentlich grösser waren als Asurindarahu. Der Riese schämt sich daraufhin verrichtet einsichtig seine Ehrerbietung.

Mittwoch tagsüber: Paang Um Baat

Mittwoch tagsüber: Paang Um Baat

Buddha steht mit der Almosenschale

 

Legende:

Buddha besuchte seine Familie in seiner Vaterstadt Kapilayastu. Alle zollten ihm den notwendigem Respekt, vergaßen aber ihn am nächsten Tag zu einem prächtigen Mahl einzuladen, das sie extra für ihn vorbereitet hatte. Da Buddha die Einladung nicht erhalten hatte, ging er mit seinen Jüngern zum einfachen Volk - mit Almosenschalen in der Hand. Das Volk füllt daraufhin die Schalen für Buddha und seine Jünger mit Essen.

Mittwoch abends: Paang Pa Le Lai

Mittwoch abends: Paang Pa Le Lai

Buddha sitzend im Wald mit Affe und Elefant

 

Legende:

Buddha war mit seinen Jüngern nach Kosambi gegangen. Dort gerieten seine Jünger in eine Diskussion und vergaßen dadurch sich um Essen und Trinken zu kümmern. Buddha ging daraufhin in den Wald, um sich dort unter einem Baum auszuruhen. Ein Affe und ein Elefant gaben ihm eine mit Honig gefüllte Bienenwabe zum Essen und einen Topf mit Wasser zum Trinken.

 

Donnerstag: Paang Samadhi

Donnerstag: Paang Samadhi

Der Buddha sitzt in der Meditationshaltung, seine beiden Hände liegen locker in seinem Schoß, die Handflächen zeigen nach oben.

 

Legende:

Buddha meditierte unter einem Feigenbaum (Bodhi). Nach langer Meditation wird ihm die Erkenntnis zuteil, dass Begierde, Gewalt und Unwissenheit die Ursache für alles Leid auf der Welt sind. So wurde ihm bewusst, dass nur derjenige ins ewige Nirvana eingehen kann, wer dies überwindet.

 

Freitag: Paang Ramphueng

Freitag: Paang Ramphueng

Buddha steht in einer nachdenklichen Haltung, beide Hände liegen gekreuzt auf der Brust, die linke Hand liegt über der Rechten.

 

Legende:

Buddha wurde von den beiden Kaufleuten Tapussa und Bhallika aufgesucht, die beide seine ersten Laienanhänger wurden. Sie diskutierten darüber, wie man die Lehre Buddhas für das einfache Volk verständlicher machen konnte. So machte sich Buddha Gedanken darüber, wie seine Lehre auch für das einfache Volk begreiflich sein kann.

 

Samstag: Paang Naga-Prok

Samstag: Paang Naga-Prok

Buddha sitzt in der Meditationshaltung. Über ihm spreizt der König der Nagas (Schlangen) seine Haube, um Ihn vor dem Regen zu schützen.

 

Legende:

Nach seiner Erleuchtung blieb Buddha noch 7 Tage unter dem Feigenbaum sitzen, um wieder in tiefer Meditation zu verfallen. Später setze ein starker Monsunregen ein. Die siebenköpfige Riesenkobra schütze ihn vor diesem starken Regen, so dass Buddha seine tiefe Meditation ungestört fortführen konnte.

 

Sonntag: Paang Thawai Net

Sonntag: Paang Thawai Net

Der Buddha steht in einer achtsamen Haltung. Seine Augen sind geöffnet. Die rechte Hand ruht über der Linken auf Höhe der Oberschenkel.

 

Legende:

Nachdem Buddha unter dem Feigenbaum die Erleuchtung fand, stand er auf, ging einen Schritt nach Nordosten und betrachtete dann sieben Tage lang den Baum - ohne dabei mit den Augen zu blinzeln. Das Leiden aller Lebewesen wurde ihm dadurch bewusst.

 

Mein Tipp: schaut euch doch mal - wenn ihr in Thailand seid - die Buddha Figuren in den Tempeln und Pagoden genauer an. Findet ihr alle 8 Haltungen? Und könnt ihr die dazugehörigen Legenden nachempfinden?

Spannend wäre es auch zu wissen, wenn ihr zu Hause Buddha Figuren habt, ob ein Buddha mit eurem Wochentag der Geburt übereinstimmt und ob ihr zu diesem einen besonderen Bezug habt.

Wenn ihr bei unserer Thailand Rundreise "Die Seele Thailands" im Oktober 2017 dabei seid, werden wir zusammen einmal nach jedem einzelnen Buddha und dem dazugehörigen Wochentag Ausschau halten und die Wirkung auf uns spüren lassen.

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