Wie viele Steine hast du noch?

Wie viele Steine hast du noch?

Warum wir uns oft selbst Steine in den Weg legen

 

 

Wie viele Steine hast du noch?

 

Jeder hat sie - Steine, die wir uns selbst in den Weg legen. Steine, die meist nur wir sehen - für andere existieren diese gar nicht in unserem Leben.

 

Es gibt Steine der unterschiedlichsten Art - kleine und große, leicht entfernbare und manche, die wie angewurzelt auf unserem Weg liegen.

 

Steine wehren ab, setzen Mauern, behindern und blockieren uns.

 

Und machen dieser Steine mögen wir sogar!

 

 

Jetzt könnte ein Aufschrei kommen: wir legen uns doch selbst keine Steine in den Weg!

 

Ich behaupte doch!

 

Im Laufe der Jahre entwickeln wir ein Selbstbildnis von uns. Eine Art tief verankerter Grundüberzeugung, die wir nicht in Frage stellen. Nicht alles davon ist gut und uns dienlich.

 

Ein Beispiel ist unsere eigene Überzeugung, wie "gut" wir sind. Hier "tiefstapeln" wir meist. Und dies nicht aus falschem Scham, sondern weil wir dies wirklich glauben oder eben nicht glauben, dass wir gut sind. Dies ist ein Stein, den wir uns unbewusst selbst in den Weg legen. Und dieser bleibt gerne mal wie festverwachsen auf unserem Weg liegen.

 

 

Eine Geschichte aus dem Alltag dazu:

Sie haben zum Geburtstag eine Torte gebacken, von der alle ganz begeistert sind. Sie werden dazu in den höchsten Tönen gelobt, weil sie so lecker ist. Wie oft kommt von uns auf solch ein Lob: "Ach, ist doch nichts Besonderes. Die Torten von XY sind doch auch immer wunderbar".

 

Mag sein, dass XY auch tolle Kuchen backt - aber warum nehmen wir dieses Lob nicht einfach an und bedanken uns mit einem strahlendem Lächeln? Warum reduzieren wir dieses Lob auf ein Minimum?

 

 

Vieles liegt vielleicht in der Kindheit oder wurde uns anerzogen. Wir hinterfragen diese Dogmen gar nicht und nehmen Sie als selbstverständlich und unumstößlich an.

 

 

Dadurch stehen wir uns selbst oft im Weg. Einen Weg, den wir selbst mit Steinen bestückt haben.

 

Wenn wir dies erkennen, können wir mit Leichtigkeit die Steine aus dem Weg räumen.

 

 

Es gibt ein schönes Zitat von Johann Wolfgang von Goethe:

 

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“.

 

Und auch hier würde ich es wieder personifizieren, also auf uns selbst beziehen – also wir, die wir uns die Steine in den Weg gelegt haben.

 

 

 

Betrachten wir uns also unsere Steine und schauen, was wir damit machen können!

 

Vielleicht warten sie nur darauf, dass wir eine andere Verwendung für sie finden:-)

 

Steine sind so was faszinierend Schönes!

 

 

Und zum Abschluss ein schöner Spruch, bei dem ich allerdings nicht weiß, woher es stammt:

 

 

„Wenn dir Steine in den Weg gelegt werden:

 

darauf stellen - Balance halten - Aussicht genießen

 

Lächeln und weitergehen.“

 

 

Steine können uns übrigens auch den Weg ebnen…

 

PS: passend zum Thema: "Ein Rucksack voller Dinge"


Blog Sabine Stegmann

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