Hunde: die richtige Wahl des Fressnapfes

Blog die richtige Auswahl des Fressnapfes für den Hund

Gutes für den Hund - oder die richtige Wahl des Fressnapfes

 

 

Wie wirken sich die verschiedenen Materialien des Fressnapfes auf die Gesundheit des Hundes aus?
Mir geht es hierbei um Fressnäpfe aus Edelstahl.

 

 

Wenn das Offensichtliche so lange verborgen bleibt…  Das war jetzt genau der Moment, in dem der „Augenroller-Smiley“ zum Einsatz kommen würde…

 

Aber von vorne:

 

Schon seit Jahren benutze ich im Haushalt z.B. keine Alufolie mehr, da mir die Auswirkungen auf die Gesundheit und auch die Schäden für die Natur missfallen. Ebenso achte ich bei der Wahl meines Kochgeschirrs und Co. auf das „richtige“ Material und verzichte zum Beispiel auf Plastik mit Weichmachern oder auch auf den Gebrauch von Edelstahlschüsseln.

 

An jenem Abend schickte mir eine Freundin einen Warnhinweis über den Gebrauch von diesen Einweg-Bodentüchern, die ich selbst allerdings nie kaufen würde. Es seien Verdachtsfälle bei Hundebesitzern aufgetreten, bei denen ihre Hunde nach längerem Gebrauch dieser Tücher in kürzester Zeit verstorben waren. Die Hunde seien sukzessive vergiftet worden.

 

Die Begründung war einleuchtend. Der Hunde läuft tagein tagaus über den mit diesen Tüchern gewischten Böden und leckt sich regelmäßig die Füße. Die in den Tüchern verwendeten Stoffe seien gesundheitsschädlich. Ob an dieser Nachricht etwas dran ist, kann ich nicht beurteilen - darum ging es mir auch gar nicht. Es war der Impuls, den ich dadurch bekam. Sinn machte es auf jeden Fall für mich.

 

Kurz darauf ging ich in die Küche - und auch am Fressnapf meines Hundes vorbei. Mein Blick fiel wie angezogen auf die Schüsseln. Für meine Hündin hatte ich eine Vielzahl an Fressnäpfen in Gebrauch, um diese aus Hygienegründen jeden Tag wechseln zu können. Die meisten waren aus Steingut, zwei jedoch aus Edelstahl. An diesem Tag standen dort der Wassernapf aus Steingut (Wasser kommt bei mir nur da rein - hier war es schon immer sonnenklar J) und eine der beiden Edelstahlschüsseln. Ich hatte beim Anblick dieser Edelstahlschüssel sofort ein ungutes Gefühl. Wobei das Wort „sofort“ ein dehnbarer Begriff ist - schließlich verwendete ich sie schon seit Jahren, ohne das mir irgendetwas in den Sinn gekommen wäre.

 

Ich musste auf der Stelle diesen Napf austesten. Also rief ich meine Hündin herbei, die die Zeremonie des Austestens bereits von Bachblüten und diversen anderen Dingen her kennt und jedes Mal ganz still und ruhig stehen bleibt. Der Napf trennte! Mein Gefühlt hatte mich also nicht getäuscht. Beim Austesten lautet meine Formulierung grundsätzlich immer, ob dies oder jenes zum höchsten Wohl von XY ist. Also das war nun schon mal klar: nein, ist der Napf nicht.

 

Als nächstes ging ich ins Detail und überprüfte, ob es eine Belastung mit Schwermetallen und ähnliches bei ihr gibt. Es kam schwach giftig mit einer leichten gesundheitlichen Schädigung. Giftig - wenn auch schwach - ist meines Erachtens schon zu viel.

 

Weiter ging es - alles was mir spontan in den Sinn kam, ohne genau zu wissen, was an Belastungen theoretisch anfallen kann. Auch hier war das Ergebnis positiv. Also eigentlich eher negativ, da es anschlug.

 

Jetzt stand es außer Frage: die beiden Edelstahl Fressnäpfe gehören in den Müll! Vor allem bei meiner Hündin, die den Napf im wahrsten Sinne des Wortes immer „wie geleckt“ hinterlässt. Optisch könnte man die Schüsseln sofort wieder in den Schrank stellen. Kein einziges Krümelchen befindet sich mehr nach dem Fressen dort drin. Selbst bei Nassfutter nicht.

 

Also ab in die Tonne - auch wenn sie äußerlich keinerlei allergische Reaktionen zeigte.

 

 

Jetzt war mein Wissensdrang geweckt und ich machte mich sofort auf die Suche nach den Auswirkungen von Edelstahl.

 

 

Grundsätzliches zur Auswahl des Fressnapfes

 

Wie oben schon erwähnt ist der Napf meiner Hündin nach dem Fressen fast schon porentief rein. Ich denke, das wird nicht nur bei ihr der Fall sein - wahrscheinlich bei den meisten Hunden. Sie sind also in direktem Kontakt mit dem Napf und nehmen alles sich dort befindliche über die Schleimhäute in den Körper auf. Und all dies gelangt dadurch in den ganzen Organismus, wird entweder verwertet, ausgeschieden oder setzt sich irgendwo ab, wo es nicht gut tut.

 

Also alles was sich im Napf befindet steht zum einen in direktem Kontakt zu einander (Futter und Napf) und das Auslecken ist zum anderen die direkte Verbindung zwischen Napf (also Material) und Organismus.

 

 

Was ist Edelstahl und worin liegen Unterschiede im Material?

 

Laut Wikipedia ist Edelstahl eine Bezeichnung für legierte und unlegierte Stähle mit besonderem Reinheitsgrad, deren Schwefel- und Phosphorgehalt 0,025 % nicht überschreitet.

 

Ergo (für mich als Laie): Edelstahl scheint eine besondere Reinheit zu haben. Aber viel mehr anfangen konnte ich damit noch nicht wirklich.

 

Und weiter: (…) Legierungselemente sind unter anderem Chrom und Nickel (…)

 

Ich wurde wieder sofort hellhörig: Nickel!

 

 

Nickel & Chrom:

 

Bei mir selbst wurde vor vielen, vielen Jahren eine Nickelallergie diagnostiziert - verursacht durch Schmuck.

 

Kann eine Nickellegierung bei Edelstahl austreten? Na klar! Eine Legierung ist ja eine Verbindung aus mindestens zwei Elementen und ist also effektiv noch da.

 

Grundsätzlich ist Nickel als Spurenelement für den Organismus notwendig, jedoch nicht in höheren Dosierungen. Und manch einer reagiert allergisch darauf. Aus Edelmetallen, genauer gesagt aus Edelmetallen, die nicht 100% rein sind, kann Nickel austreten. Es gibt zwar eine Nickel-Höchstgrenze, die von der EU und vom Bundesgesundheitsministerium festgesetzt wurde, aber unter bestimmten Voraussetzungen kann sich die Nickelabgabe erhöhen. Mögliche Faktoren sind zum Beispiel: hohe Temperaturen oder der Bestandteil der sich dort drin befindlichen Lebensmittel. Auch bestimmte Reinigungsmittel können die freigesetzte Menge erhöhen.

 

Auch eine Chrom-Allergie ist mir vom Namen her bekannt. Also auch hier eine Überempfindlichkeit mit allergischen Reaktionen.

Und Nickel und Chrom sind nur zwei mögliche Legierungen. Es gibt noch weitere, die ebenfalls allergischer Reaktionen auslösen können.

 

Meine Recherche ging weiter

 

Für den Haushalt darf nur Edelstahl verkauft bzw. verwendet werden, der lebensmittelecht ist. Ich kann mich jedoch nicht erinnern, dass seinerzeit beim Kauf dieser beiden Edelstahlnäpfe irgendetwas dabei gestanden hatte. Sie wurden rein als solches verkauft - ohne „Informationszettel“, und waren damals auch recht günstig. Meine Unterstellung war schlichtweg, dass diese sicherlich nicht sooo hochwertig waren, wie es vielleicht bei Kochgeschirr für Menschen der Fall ist.

 

Und in diesem Zusammenhang fiel mir auch die Verabreichung von Globulis in der Homöopathie ein. Diese sollen niemals mit normalen Löffeln eingenommen werden, sondern wenn dann höchstens von Plastiklöffeln. Hintergrund ist, dass Metalle die homöopathische Wirkung stören können. Ich denke, nicht nur die homöopathische

 

 

Mein Fazit:

 

Als Trink- und Fressnapf verwende ich für meinen Hund auf jeden Fall nur noch einwandfreie Näpfe aus Steingut. Ordentlich gebrannt und ohne giftige Lackierung bzw. Bemalung.

 

 

Ein Blick auf die verwendeten Wasser- und Futternäpfe lohnt sich - und wenn es sich „nur“ um ein reines Bauchgefühl handelt.

 

Wie seht ihr das? Schreibt mir gerne eure Meinung und weitere Informationen dazu!

 


Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, setze einen Bookmark oder teile ihn mit Freunden:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0