Ein verschwundener Fisch und meine Gefühle

Erfahrungsbericht ein Fisch und meine Gefühle

Erfahrungsbericht - wenn das Innere nach Außen gekehrt wird

 

Was hat ein verschwundenes Fischbaby mit meiner Gefühlswelt zu tun?

Alles! Es kehrte mein Inneres nach außen.

 

Aber der Reihe nach.

 

Vor ein paar Wochen holten wir meinem Sohn neue Fische. Genauer gesagt Guppys. Es mischte sich ein Baby darunter. Zuhause stellten wir fest, es war nicht nur ein Baby, sondern zwei. Wie schön. Und wie winzig. Jeden Morgen schaute ich als erstes nach den beiden. Sind sie noch da? Unsere zwei quirligen Kangals (türkische Knabberfische), die von Anfang an in unserem Aquarium sind, sind zwar toll, aber in dieser Hinsicht traute ich ihnen nicht über den Weg. Ein Schnapp und...
Eines Morgens war nur noch ein Baby da. Dieses jedoch wuchs in den nächsten Wochen prächtig heran und gestern Abend dachte ich noch: es hat es geschafft und ist wunderschön.

 

Heute Morgen jedoch war es weg! Verschwunden. Nirgendwo etwas von ihm zu sehen. Ich machte sogar die Pumpe sauber - vielleicht war es ja hier rein geraten. Nichts. Nirgendwo eine Spur.

 

Das war defintiv zu viel für mich. Im Halbstundentakt suchte ich das ganze Aquarium mit den Augen ab. Es bliebt spurlos verschwunden. Jetzt war es Zeit, mit den beiden Kangals zu kommunizieren, die an die Scheibe kommen, wenn man dran klopft. Ich klopfte, sie kamen und ich schimpfte mit ihnen. Es war wohl ein Bild für die Götter - gut, dass ich alleine war. Die einzigste Reaktion: sie öffneten und schlossen ihre Mäuler und guckten mich mit ihren großen Augen freudestrahlend an.

 

Meine Gefühlswelt rebelliert!

 

Und dann kam eins zum anderen. Gefühlt alles, was unterschwellig schon lange in mir gärte kam zum Vorschein. Alles, was ich nie ausgesprochen hatte und immer schön mit "eine die immer lacht" bedeckte, zeigte sich in mir. Es war zum "aus der Haut fahren". Könnte das jetzt mal bitte aufhören? Und je öfter ich das Aquarium absuchte, umso mehr Gefühle kamen hoch. Gefühlt die ganze Palette an Emotionen.

 

Also schön. Ich hatte es ja kapiert: es besteht akuter Handlungsbedarf.

 

Es ging also erst mal ans sondieren (das, was Politiker immer machen). Um was ging es wirklich? Es schien, als hätte alles, was hoch kam, ein einziges Thema. Und es kam schnell. Das, was ich mir nicht eingestehen wollte.

 

 

Und was jetzt?

 

Wie gehe ich jetzt damit um? Wie ist nun der Weg damit zu arbeiten? Ich kenne eine ganze Reihe an Möglichkeiten, damit energetisch zu arbeiten. Aber keine schien passend und geeignet. Kein pendeln, kein transformieren, keine Abtrennungsübung...
Ich hatte das Gefühl, es müsste was "handfestes" sein. Und dann kam es: Schreiben!

 

Gesagt getan. Ich fing an zu schreiben. Ohne zu denken. War der erste Satz noch leserlich, so verschwand es beim Schreiben immer mehr. Es waren keine Buchstaben mehr - es schien eher wie eine Schrift, die ich nicht kenne. Schnell füllte sich das Blatt und mit jedem Wort - oder vielmehr Zeichen - kam die Entspannung und ein ganz tiefes "endlich".

 

Und es war nun ganz klar, was mit diesem Brief geschehen muss. In Liebe und tiefer Dankbarkeit dem Feuer übergeben. Ich hatte gestern noch zwei letzte Rosen aus dem Garten geholt, die auf dem Esstisch standen. Diese dienten wunderbar als Rahmen - und eine Kerze musste natürlich angezündet dabei sein.

 

Dann zündete ich den Brief an und übergab ihm den Ofen.

 

 

Was für eine Erleichterung!
Jetzt kann ich auch wieder ganz tief durchatmen. Ein wunderbares Gefühl. Und das das Fischbaby nicht mehr da ist, ist zwar nicht schön, es erdrückt mich aber nicht mehr.

 

Es ist immer wieder faszinierend, wie manches von innen nach außen gekehrt wird.

 


Blog Sabine Stegmann

 

Hallo, ich bin Sabine. Ich freue mich, dass Du hier bist!

Ich bin Touristikerin, selbständige Unternehmerin, Mutter, Hundemama, Bloggerin...
Bereits in meiner Jugend habe ich erfahren, dass es "etwas mehr gibt" und beschäftige ich mich seitdem mit Themen rund um Körper, Geist und Seele.
Es gibt immer noch ein bisschen mehr auf unserer Welt, etwas, was vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich und doch da ist. Alles gehört zusammen und alles macht genau zu seiner Zeit Sinn.

 

ich freue mich über Deine Kommentare und Meinungen!


Wenn Dir der Artikel gefallen hat, setze einen Bookmark oder teile ihn mit Freunden:

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Heike Schonert (Mittwoch, 08 November 2017 09:39)

    Welch toller Beitrag bzw. Begebenheit!
    Ja, wenn wir es 'schaffen' inne zu halten und zu horchen, finden wir so viel Spannendes in uns und können uns so oft auf wunder- und heilsame Weise helfen :-)