Interview mit Sabine Stegmann

Interview Pablo Magazin mit Sabine Stegmann

Das Pablo Magazin im Gespräch mit Sabine Stegmann

Diesmal führten nicht wir ein Interwiew, sondern wurden vom Pablo Magazin interviewt. Das Gespräch führte Ellen Heeg von Pablo mit Sabine Stegmann von Lion Tours Seminarreisen.

 

Pablo Magazin: Sie bieten unter anderem spirituelle Reisen an? Was dürfen wir uns darunter vorstellen?

 

Der allgemeine Begriff „spirituell“ wird unterschiedlich gedeutet - und auch ausgelegt. Grundsätzlich leitet sich das Wort aus dem Lateinischen ab, was so viel wie „das Geistige betreffen“ bedeutet. Das ist ein guter Ansatz, was man sich darunter vorstellen kann. Mit unseren spirituellen Reisen bieten wir Reisen an, die Körper, Geist und Seele berühren. Und dies hat nichts mit Religion(en) zu tun.

 

In Kleingruppen geht es dabei zu mystischen Orten, zu Kraftplätzen und alten Heiligtümern. Es sind auch Reisen, die in die Welt der Mythen, Sagen und Legenden führen. Zu alten heiligen Energien und zu alten Kulturen, deren Wissen weitreichend war und auch in der heutigen Zeit immer noch eine große Bedeutung hat.

 

Durch die spirituellen Reisen können Sie ein Land - oder eine Region - mit seiner ganzen Seele erfassen und kennen lernen. Gleichzeitig auch ihrer eigenen Seele alte und neue Welten öffnen. Diese Reisen verbinden. Letzteres finde ich persönlich wichtig, damit aus dem „ich“ ein „wir“ wird. Damit meine ich jetzt keine Selbstaufgabe. Es ist unsere Welt, die wir dabei erfahren und kennen lernen. Und natürlich auch uns selbst. Beides gehört meines Erachtens zusammen.

 

Und es ist immer ein bisschen mehr - etwas, was wir mit den Augen nicht sehen können. Bei diesen Reisen geht es auch um das Erspüren. Ganz, was jeder für sich selbst daraus mitnimmt. Da es nicht nur „einen spirituellen Weg“ gibt, sind natürlich auch unsere spirituellen Reisen ganz unterschiedlichster Art und führen zu den unterschiedlichsten Orten und sprechen unterschiedlichste Themen an.

 

Schon von jeher waren die Menschen auf der Suche nach etwas, was ihnen im tiefsten Inneren wichtig war. Unsere spirituellen Reisen bieten immer auch die Möglichkeit, einfach innezuhalten. Zeit, um sich selbst zu spüren und in sich zu gehen. Sei es während einer Meditation oder einfach durch das Erspüren dieser alten Kraftorte. Auch einfach der Natur lauschen an besonderen Orten kann damit gemeint sein.

 

Hier gibt es nicht Vorgeschriebenes. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg und nimmt bestimmte Sachen so auf, genau so, wie es zu dieser Zeit zu ihm passt.

 

Noch kurz zu dem, was unsere spirituellen Reisen nicht sind - ich denke, auch dies ich wichtig kurz zu erwähnen. Es finden während dieser spirituellen Reisen keine Seminare oder Kurse statt. Es kann zwar sein - wenn es zum Programm passt - dass einmal eine Yogastunde dabei ist oder eine Meditation oder ähnliches. Dies ist dann allerdings ergänzend und steht nicht im Focus.

 

 

Pablo Magazin:  Was unterscheidet diese Reisen von „herkömmlichen“ Reiseangeboten?

 

Die „üblichen Informationen“ - so nenne ich sie mal, die man normalerweise auf Rundreisen erhält - wie: wann wurde was erbaut, wer hat hier gelebt und regiert etc. - stehen bei den spirituellen Rundreise nicht im Vordergrund. Natürlich wird auch hiervon vieles vor Ort erklärt, jedoch sind es zum einen die persönlichen Erfahrungen die im Vordergrund stehen, die ein jeder aus diesen Reisen für sich heraus mitnimmt. Zum anderen führen sie zu alten Mysterien und Kraftorten, die dadurch wiederrum einen ganz anderen Inhalt nach sich ziehen, als es „normale“ Rundreisen tun.

 

Auf den spirituellen Reisen lernen Sie nicht nur fremde Menschen, Landschaften und Kulturen kennen, sondern können dabei auch vieles über sich selbst erfahren.

 

 

Pablo Magazin:  Welche Menschen sprechen Sie mit diesem Angebot an?

 

Mit den spirituellen Reisen spreche ich Menschen an, die etwas „mehr“ entdecken wollen. Etwas, was sich auf den normalen touristischen Pfaden nicht findet. Etwas, dass meist immer mit einem jeden selbst zu tun hat.

 

Und dies erstreckt sich über alle Altersschichten, Religionszugehörigkeiten und über beide Geschlechter. Also grob gesagt: von der Studentin bis zum Rentner.

 

Sie sind für alle Menschen gedacht, die ein „bisschen mehr“ erfahren wollen.

 

Meist haben die Reisen ein bestimmtes Thema - wie zum Beispiel bei Irland oder England die Kraftorte. Wer sich für das Thema Geomantie, Kraftfelder und Energielinien etc. interessiert, für den dürfte diese Reise dann auch sehr interessant sein.

 

Andersherum kann es jedoch genauso gehen. Sie lernen durch diese Reise ein bestimmtes Thema kennen und fangen danach an sich ausgiebiger damit zu beschäftigen. So erging es mir damals bei meiner allerersten Ägypten Reise. Mit der ägyptischen Kultur hatte ich mich bis dahin kaum beschäftigt. Danach war ich fast soweit Ägyptologie zu studieren - so spannend und faszinierend fand ich es.

 

Pablo Magazin:  Nach welchen Kriterien wählen Sie „spirituelle“ Reiseziele aus?

 

Im Moment meist nach persönlichen Interessen :-). Wenn mich ein Thema persönlich interessiert, dann schaue ich, was sich daraus machen lässt. So hat mich zum Beispiel die Kultur der Kelten schon lange Jahre sehr interessiert. Und auch das Thema mystische Sagen und Legenden finde ich spannend, da hier immer etwas Wahres dran ist. Und ich liebe Irland - in meinen Augen eine ganz besondere und kraftvolle Insel. So entstand die Idee, eine Reise zu den Kraftorten Irlands zu erschaffen.

 

Hinzu kommt, dass mir dann meine jahrelange Erfahrung im Bereich Gruppenreisen zu Gute kommt. Bereits seit 2001 bin ich als Reiseveranstalter für Gruppenreisen selbstständig. Dadurch kann ich recht gut abschätzen, was sich an Hand der örtlichen Gegebenheiten machen lässt - und was nicht.

 

Es kann jedoch auch ganz anders laufen. Meine örtliche Partneragentur in Südamerika fragte mich eines Tages einmal, ob ich nicht etwas aus Ecuador und seinen Slow Food Betriebe machen kann. Dies fand ich sofort spannend, da in meinen Augen auch eine gesunde Ernährung zum „Spirituellen“ dazugehört. Und Slow Food befasst sich eben genau damit: mit genussvollem, bewussten und regionalen Essen (und natürlich auch der Produktion). Also die Grundidee stand somit schon mal. Dann wurde es schleppend. Das Programm wurde nicht „rund“ - ohne dass ich wusste, was daran nicht passt. Es zog sich über Monate hinweg, ohne das sich etwas tat. Irgendwann machte ich mit meiner Partneragentur eine Art Brainstorming mit der Bitte zu schauen, was vor Ort möglich ist. Auf einmal ging es Schlag auf Schlag und das Programm bekam einen „runden“ Inhalt. Ohne dass ich es im Vorfeld hätte definieren können.

 

Pablo Magazin:  Wer begleitet diese Reisen?

 

Bei allen Reisen ist auf jeden Fall immer eine mit dem grundsätzlichen Thema vertraute örtliche Reiseleitung dabei. Diese vermittelt das tiefgreifende Wissen über besondere Orte und Plätze im jeweiligen Land und ist natürlich entsprechend gut ausgebildet.

 

Und dann wie es passt. Bei unserer spirituellen Irland Rundreise reist von Deutschland aus ein Geomant und Radiästhet mit, was sich wunderbar für die vielen Kraftorte auf der Insel anbietet. Er ergänzt und gibt weiterführende Informationen zum Thema "Landschaften und ihre Kräfte".

 

Oder bei Thailand ist eine Ausbilderin für Kräuterstempel-Massagen, thailändische Stempel-Massagen etc. dabei, was sich hier hervorragend anbietet. Thailand ist zwar nicht das Ursprungsland der Massagen, jedoch hier federführend. Auch sie ergänzt das Thema entsprechend direkt vor Ort.

 

Die eigentlichen Führungen und Erklärungen übernehmen jedoch die eigentlichen Reiseleiter vor Ort.

 

Wir danken dem Pablo Magazin und insbesondere Ellen Heeg für das mit uns geführte Interview!


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