Rosmarin - eine belebende Heilpflanze

Rosmarin, Heilpflanze und Gewürzkraut

Gewürzkraut und Heilpflanze

Rosmarin - eine belebende Heilpflanze

 

 

 

Zu meinen Lieblingskräutern im Garten zählt der Rosmarin - der Rosmarinus officinialis, der zu den Lippenblütlern gehört. Dieser immergrüne Busch verzaubert im Frühsommer mit seinen lila-bläulich schimmernden kleinen Blütchen - und fast ganzjährig mit seinem aromatischen Duft. In der Zeit der Blüte lockt er zahlreiche Hummeln und Wildbienen an. Der Rosmarin zählt zu den bienenfreundlichen Gartengewächsen und lässt sich auch gut im Topf auf dem Balkon halten.

 

 

 

Der Rosmarin ist eines der bekannten Gewürzkräuter überhaupt und hat auch als Heilpflanze seit jeher seine Bedeutung. Seine ursprüngliche Heimat hat der Rosmarin rund um das Mittelmeer. Bereits seit vielen Jahrtausenden wird er in der Küche und auch als Heilkraut verwendet.  Die länglichen immergrünen Nadeln stecken voller ätherischer Öle.

 

 

 

 

 

Rosmarin - Maria Reinigung, Brautkraut und Weihrauchkraut

 

Weitere Namen für Rosmarin sind: Maria Reinigung, Mariakraut, Brautkraut oder auch Weihrauchkraut. Die Liste lässt sich fortsetzen. Wie kam es zu diesen Namen?

 

 

 

Maria Reinigung

 

Der Legende nach breitete Maria auf ihrer Flucht vor den Soldaten aus Ägypten ihren Mantel über einen Rosmarinbusch aus und versteckte sich dort hinter. Die ursprünglich weißen Blüten verfärbten sich zu Ehren der Jungfrau Maria in ein Himmelblau und der Rosmarin blüht seitdem bläulich.

 

 

 

Brautkraut

 

Jahrhundertelang trugen Bräute bei ihrer Hochzeit Rosmarinkränze und auch die Hochzeitsgäste erhielten Rosmarinzweige als Zeichen der Liebe und Treue. Rosmarin sollte auch böse Geister und schlechte Einflüsse von außen vom neuvermählten Paar abhalten. Übrigens war Rosmarin in der Antike der Göttin Aphrodite geweiht und galt als Symbol für Liebe und Schönheit.

 

 

 

Räuchern mit Rosmarin - Weihrauchkraute

 

Rosmarin kann gut als Ersatz für Weihrauch zum Räuchern verwendet werden. Sein Geruch ist ähnlich intensiv. Beim Verbrennen der getrockneten Rosmarinnadel entsteht ein wunderbarer Räucherduft. Kraftvoll, aromatisch und krautig. Der Duft hat eine reinigende Wirkung und sorgt für Ruhe und Ausgeglichenheit. Auch wirkt er negativen Energien entgegen.

 

Gut kombinieren kann man das Rosmarin Räucherwerk zum Beispiel mit Kampfer, Thymian oder auch Wacholder.

 

 

 

Inhaltsstoffe und Heilkraft

 

Was steckt im Rosmarin und macht ihn so wertvoll? Rosmarin enthält wertvolles ätherisches Öl - wie Campher, Cineol oder Borneol, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe (Rosmarinsäure) und Harze.

 

In der Heilkunde wird Rosmarin wegen seiner antibakteriellen und entkrampfenden Eigenschaften und seiner antifungiziden Wirkung (gegen Pilze) gerne verwendet. Ähnlich wie ein natürliches Antibiotikum gegen Hefen- und Schimmelpilze. Auch wird ihm wird eine erwärmende Wirkung nachgesagt und er ist durchblutungsfördernd. Rosmarintee hat eine antiseptische Wirkung, hilft bei Blähungen oder kann den Blutdruck stärken Eine Tinktur zur äußerlichen Anwendung hilft bei Gelenkschmerzen und kann Neuralgien lindern. Als Badezusatz wirkt Rosmarin belebend und vitalisierend. Salben und Umschläge lindern Entzündungen und Kopfschmerzen.

 

 

 

 

 

Rosmarin für die Küche

 

Mit seinem kräftig würzigen Aroma ist der Rosmarin in der Küche sehr beliebt. Vor allem bei Kartoffeln- und Fleischgerichten. Es verleiht vielen Gerichten erst das richtige Aroma.

 

Rosmarinkartoffeln, pikante Soßen mit einem mediterranem Touch, Rosmarinöl, für Eintöpfe und Käsegerichte, als Bestandteil der „Kräuter der Provence“… Köstliche Rezepte mit Rosmarin gibt es viele. Vor allem in der mediterranen Küche.

 

Meist werden einige Nadeln oder kleine Zweiglein kurz mitgekocht und anschließend wieder entfernt. Erst bei Hitze entwickelt sich das ganze Aroma des Rosmarins.

 

Die Nadeln lassen sich ganzjährig ernten und werden bei Bedarf geschnitten. Eine sparsame Dosierung ist ratsam. Übrigens verfeinern die Blüten auch jeden Salat.

 

Ein weiterer Vorteil neben dem Aroma ist, dass Rosmarin Blähungen und einem Völlegefühl vorbeugt.

 

 

 

Meine Tipps:

 

 

Keimfrei die Spüle sauber halten

 

Wer schnell einmal seine Spüle keimfrei sauber halten will, sollte einige Rosmarinzweige in etwas Wasser aufkochen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Danach abgießen und mit etwas Spülmittel vermischen. Mit dieser Mischung das Spülbecken säubern. Dies verleiht nicht nur Glanz, sondern die Mischung wirkt durch die Inhaltsstoffe des Rosmarins antibakteriell.

 

 

 

Für gesundes Haar

 

Rosmarin kann die Kopfhautdurchblutung unterstützen und somit für gesundes Haarwachstum sorgen. Er bringt die Haare wieder in Balance und wirkt auch dem Haarausfall und der Schuppenbildung entgegen.

 

Hierzu Rosmarinöl mit einem geruchsneutralen Shampoo (Naturshampoo) und Wasser vermischen. Dazu ca. 250 ml Wasser mit 250 ml Shampoo und 10-15 Tropfen in eine Flasche geben. Mischen und vor Gebrauch nochmals kräftig schütteln.

 

 

 

 

 

Und zum Abschluss:

 

Wichtig zu wissen: Das ätherische Öl des Rosmarins nicht innerlich anwenden! Es hat in hohen Dosen eine toxische Wirkung. Schwangere sollten es meiden und auch bei Babys und kleinen Kindern sollte es nicht verwendet werden. Auch Menschen mit empfindlicher Haut sollten es nur verdünnt auf der Haut auftragen.

 


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